Anti-Streßtraining

Anti-Stresstraining

Stress bezeichnet nach Selye eine unspezifische Alarmreaktion des Organismus, die bei starken Umweltbelastungen durch schnelles Einsetzen innersekretorischer Leistungen die Reaktions- und Widerstandsfähigkeit des Organismus gewährleistet.


Die Stressoren (Beanspruchungs- faktoren) können außer physikalischen oder chemischen Gründen (z.B. Kälte, Hitze, Lärm, Drogen) auch bedingt sein durch Krankheit (z.B. Fieber, Schmerzen) oder verursacht sein durch psychische Vorgänge (z.B. Hektik, Isolation, Belastungen in der Partnerbeziehung und/oder Familie, Belastungen in Schule, Beruf pp.). Eine weitere wichtige psychische Ursache sind Angst bzw. Furcht.

Durch den Einfluss der Stressoren kommt es zu einer über den Hypothalamus im Zwischenhirn ausgelösten Überfunktion der Nebennieren. Die Folgen sind vor allem eine erhöhte Aktivität des sympathischen Nervensystems und damit verbunden eine erhöhte Ausschüttung von Adrenalin.

Die aus evolutionärer Sicht sinnvolle Reaktion des Organismus (sekundenschnelle Vorbereitung auf Angriff oder Flucht bei Bedrohung) ist heute oftmals nicht mehr sinnvoll, müssen wir doch nicht mehr mit wilden Tieren kämpfen oder sie erlegen, um Nahrung zu erlangen.

Eustress nennt man positiven, anregenden und abhärtenden Stress, wo die hormonellen Mechanismen etwa auf Umweltreize folgen und zu Spiel und Spannung (nicht zu Kampf bzw. Furcht) stimulieren. Ein gewisses Maß an Eustress ist nicht nur ungefährlich, sondern durchaus angenehm und darüber hinaus leistungs- und lebensnotwendig.

Ein Übermaß an Belastungen und Anforderungen bzw. langandauernder starker Stress (Disstress) kann jedoch vielfältige gesundheitliche Schäden verursachen, beispielsweise Magengeschwüre, Bluthochdruck oder Herzinfarkt.

In unserer heutigen Leistungsgesellschaft sind nicht nur die in leitenden Positionen beschäftigten Menschen von Stress betroffen, sondern auch Mütter, deren Tagespensum durchaus mit dem eines Managers vergleichbar ist; ferner alte Menschen auf Grund Isolation oder Krankheit; Singles auf Grund "Angst" vor festen Bindungen; junge Menschen infolge Zukunftsangst usw.

Viele sehen sich heute einem "Freizeitstress" ausgesetzt. Oft wird auch die Aufnahme sexueller Kontakte zu einem neuen Partner als Stress empfunden, weil Angst vor den in Filmen und Magazinen geforderten "Höchstleistungen" besteht.

Das Anti-Stresstraining hat zum einen die Aufgabe, durch das Erlernen von Entspannungsübungen die oben beschriebenen neurohormonellen Vorgänge zu regulieren. Zum anderen werden die als Belastungen und Anforderungen erlebten Vorgänge daraufhin untersucht, ob durch ein Verändern der Bewertungen andere Sichtweisen und anderes Verhalten möglich werden, damit erst gar nicht so starke Stresshormone ausgeschüttet werden.

Das Training beinhaltet 12 Abende zu je 2 Std. mit Entspannungsübungen, Gesprächen und Rollenspielen.

Angeboten werden Gruppenabende mit maximal 8 TeilnehmerInnen.